Ausstellung

individualverkehr(t)



Siegrun Appelt | Gottfried Bechtold | Cäcilia Brown | Clemens Fürtler |Rainer Ganahl | Moni K. Huber | Anna Meyer | Walter Strobl
19. Juni - 9. August 2020


Thematische Gruppenausstellungen haben im Kunstforum Montafon eine lange Tradition. Wir erinnern uns gerne an Ausstellungen wie „Wintersport“, „Vom Jagen und Sammeln“, „QUEER“ oder zuletzt „SOMMERFRISCHE“. 2020 reagiert Kurator Roland Haas mitder Sommerausstellung „individualverkehr(t)“ auf ein aktuelles, viel diskutiertes und umstrittenes Thema. Aufgrund des immensen Verkehrsaufkommens, besonders zur Winter-Hochsaison, aber auch aufgrund des zunehmenden Pendlerverkehrs wird von den Verantwortlichen ein visionärer Plan angedacht: die Bahnverlängerung bis nach Gaschurn – ein Jahrhundertprojekt, das nach einer Machbarkeitsstudie (von KAIROS Wirkungsforschung & Entwicklung in Bregenz) in der modernen Tram-Train-Version an die 280 Millionen Euro kosten soll.

Die Sommerausstellung 2020 im Kunstforum Montafon nimmt sich dem Thema „Individualverkehr versus öffentlicher Verkehr“ an, indem sie Positionen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler vereint, die sich mit dieser aktuellen, allgemeinen Problematik auseinandersetzen:

Siegrund Appelt, (*1965 in Bludenz) zeigt großformatige Fotografien aus fahrenden Zügen.

Die Bildhauerin Cäcilia Brown (* 1983 in Frankreich, lebt und arbeitet in Wien), legt ihre künstlerische Praxis dokumentarisch an, Skulpturen erlauben ihr in der Auseinandersetzung mit Dimensionen, Oberflächen vielfältige Möglichkeiten der Ausformulierung von Assoziationen.

Der Maler, Zeichner, Konstrukteur, Video- und Installationskünstler.Clemens Fürtler  (* 1966, in Mödling) baut eine Bildmaschine auf, eine kinetischen, bildgenerierende Skulptur aus Modellbauteilen für Eisen- und Autobahnen.

Rainer Ganahl (* 1961 in Bludenz, lebt und arbeitet in New York) zeigt neben einem frühen Fahrrad-Video („Bicycling Damaskus“, 2004) aktuelle Skizzen zum Thema.

Die Malerin Moni K. Huber (* 1969 in Salzburg, lebt und arbeitet in Wen), beschäftigt sich seit zwei Jahrzenten mit dem Thema des Auto- und Zugfahrens und deren Begleiterscheinungen.

Anna Meyer (*1964 in Schaffhausen, lebt und abeitet in Wien) reagiert in ihren Malereien permanent auf brisante gesellschaftspolische Themen, so auch in ihrer aktuellen Arbeit „Train of Hope“

Walter Strobl (*1968 in Insbruck) ist ein stiller, sensibler und kritischer Beobachter - ein Seismograph, der es versteht, mit klassischer Ölmalerei zeitlos und aktuell zugleich zu sein.

Ein besonderes Highlight der Ausstellung stellt der berühmte, 17 Tonnen schwere Betonporsche von Gottfried Bechtold (* 1947, Bregenz) dar, der für die Dauer der Schau auf dem Kirchplatz in Schruns platziert wird: ein Kunstwerk, das – obwohl über 30 Jahre alt, an Aktualität nichts eingebüßt hat. Die Skulptur steht als Metapher für das Dilemma unseres Bedürfnisses nach grenzenloser Mobilität. Im Ausstellungsraum an der Litz wird Bechtold neben einem Beton-Modellporsche zwei ganz aktuelle Malereien zeigen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag und Sonntag 16 - 18 Uhr

An der Theke steht Desinfektionsmittel bereit, Nasen-Mund-Schutzmasken bitten wir die Besucherinnen und Besucher selbst mitzubringen. Maximal 10 Besucherinnen und Besucher gleichzeitig sind (nach Stand 1. Mai) erlaubt und der Sicherheitsabstand ist einzuhalten. Vernissage und Veranstaltungen und Workshops finden vorläufig nicht statt. Wir hoffen aber auf weitere Lockerungen im Juli!

Abb. Betonporsche/Kirchplatz Schruns: Fotocollage © Roland Haas